Unterwegs in Dänemark
Das Land des Lichts und die Kunst
Ende des 19. Jahrhunderts kamen in Skagen viele dänische Künstler zusammen, die regen Austausch miteinander pflegten. Dort, wo heute überwiegend Urlauber aus Dänemark und Deutschland die Dünen, die Brandung und das Meer genießen, wurde gemalt, diskutiert und gefeiert. “Richtige” Ferienhäuser gab es damals natürlich noch nicht, so wurde das harte, einfache Leben der Fischer und ihrer Familien in sämtlichen Lebenslagen auf Leinwand festgehalten und dokumentiert. Weitere Motive waren verschiedenste Ansichten der Natur, die an der Spitze Europas in Dänemark wahrhaft einzigartig ist. Auch Laien bemerken das eigentümliche Licht, welches auf den Betrachter wie aus dem Boden herausstrahlend wirkt.
Die fröhlichen Feiern der Maler spielten sich oft in Brøndums Hotel ab, während die Gemälde, auch großflächige, im Freien nicht nur skizziert, sondern komplett fertiggestellt wurden. Auch damals wusste mal also bereits besonders gut, Sommer, Sonne und Strand zu genießen… Die Fischer auf den Gemälden wurden häufig fürs Modellstehen bezahlt, so dass sie ihren kargen Lohn aus der harten und überdies gefährlichen Arbeit etwas aufbessern konnten.

Speisesaals des Hotels Brøndum
Dass auf dem Foto des Speisesaals des Hotels Brøndum nur Portraits zu sehen sind, hat folgenden historischen Hintergrund: Die Künstler schenkten über Jahre dem Hotelbesitzer ihre gegenseitigen Portraits. Diese wurden dann auf einem Fries unterhalb der Decke als Erinnerung an deren Zeit in Skagen aufgehängt.

Skagens Museum
Heutzutage ist der Speisesaal in das Skagens Museum integriert. Die Landschaftsaufnahmen und anderen Gemälde sind nach Themen geordnet in den großen, hellen Räumen des mitten in der Stadt Skagen liegenden Museums aufgehängt. Lassen Sie sich überraschen, wie viele der über 1700 Kunstwerke Ihnen bekannt vorkommen und tauschen Sie Ihr Ferienhaus für ein paar Stunden gegen die Kraft ein, die aus den Motiven der Gemälde im Skagenmuseum hervorgeht. Danach werden Sie Ihren Urlaub mit noch anderen Augen sehen und in besonderer Erinnerung behalten.
Ribe – die älteste Stadt von Dänemark
Mit einem Ausflug nach Ribe stattet man gleichzeitig der ältesten Stadt von Dänemark einen Besuch ab. Die Geschichte dieser Stadt (besonders grenznah) lässt sich bis ins 8. Jahrhundert zurückverfolgen. Ende des 15. Jahrhunderts lebten hier bereits 5000 Menschen, und es wurden – lange bevor Reisen im entferntesten mit den Bequemlichkeiten von modernem Urlaub zu tun hatten – über ganz Europa hinweg Handelsbeziehungen gepflegt.
Ende des 16. und im 17. Jahrhundert trafen die Stadt jedoch herbe Schläge in Form von Pestepedemien, Überschwemmungen und Bränden. Kaum eine Familie hatte das Glück, keine Familienmitglieder zu verlieren. Soldateneinquartierungen und die damit verbundenen Kosten leiteten den Niedergang ein. Andere Städte, wie z.B. Kopenhagen, gewannen gleichzeitig an Bedeutung.
Wer heutzutage in einem Ferienhaus nah am Strand auf Rømø (Röm) oder der idyllischen Insel Mandø seinen Urlaub verbringt, sollte auf jeden Fall die Altstadt mit dem gotischen, ursprünglich romanisch erbauten Dom, dem spätgotischen Rathaus und dem Dominikanerkloster (13.–15. Jahrhundert) einen Besuch abstatten.
Nordwestlich der Stadt sind der Schlossgraben und die Wallanlagen des früheren Schlosses Riberhus zu sehen. Ca. 2 km südlich der Stadt sollte der Besuch des Wikingermuseums eingeplant werden. Im Sommer wird das Dorf der Wikinger „belebt“ und die Museums-Besucher können den Handwerkern und Bewohnern bei ihren Tätigkeiten über die Schultern schauen und ihnen Fragen stellen.

Ribe VikingeCenter
Ribe VikingeCenter
Lustrupvej 4 6760 Ribe
http://www.ribevikingecenter.dk/
Freilandmuseum Hjerl Hede
In der weitläufigen Anlage von Hjerl Hede wird anschaulich die Entwicklung des typischen Dorfes gezeigt, so wie es in früheren Zeiten in Dänemark aussah. Das Freilandmuseum liegt in einem der schönsten Natur-Gebiete des Heimatlandes der Wikinger. Es besteht aus dem alten Dorf, dem jütländischen Waldmuseum und dem Moorwirtschaftsmuseum.
Das Museumsdorf beherrbergt mehr als 50 Gebäude, die sowohl Bauweise als auch charakteristische Elementen der alten dänischen Dorfkultur veranschaulichen. Hier in Hjerl Hede kann z.B. der älteste Bauernhof Dänemarks besichtigt werden.
Dänen, die ihren eigenen Urlaub mit der Familie mal nicht im Ferienhaus, sondern wie ihre Vorväter verbringen möchten gliedern sich zusammen mit alten dänischen Haustierrassen in das Dorfmilieu in diesem einzigartigen Museum ein.
Im Waldmuseum folgt man dem Lebensweg des Holzes vom keimenden Samen in der Baumschule bis zur Verarbeitung der riesigen Holzstämme im Dampfsägewerk. Und im Moorwirtschaftsmuseum sieht man, wie noch vor zwei Generationen Torfmasse zu “æltetørv” (deutsch = “Knettorf”) und zu Brennmaterial verarbeitet wurde. Um wie vieles bequemer ist damit verglichen heutzutage das wohlige Aufwärmen in einem der zahlreichen in der Nähe liegenden Ferienhäuser!

Schmiede in Hjerl Hede
Frilandsmuseet Hjerl HedeHjerl Hedevej 14 7830 Vinderup